180 GRAD - individualpädagogische stationäre Erziehungshilfe

Grundlagen der pädagogischen Förderung

Die Einzelbetreuung ist ein intensives Arbeitsbündnis zwischen dem jungen Menschen und seinem/r BezugsbetreuerIn. Der/die PädagogIn als Persönlichkeit mit seinen/ihren professionellen und persönlichen Kompetenzen sowie seiner/ihrer Haltung gilt dabei als wichtigstes Instrument der pädagogischen Arbeit.


Die Förderung des jungen Menschen geschieht in kleinen, überschaubaren Schritten (siehe Förderkonzept) und enthält Elemente aus Anti-Aggressivitäts- und Coolnesstraining, gewaltfreier Kommunikation, Deeskalation, Konfrontation, Verhaltenstherapie und Erlebnispädagogik. Gearbeitet wird immer auf erlebnisaktivierender Grundlage, d.h., es werden Möglichkeiten geschaffen, in denen der junge Mensch eigene Erfahrung machen kann und eigene Erkenntnisgewinne erzielt. Dabei liegt der Fokus dder PädagogInnen auf dem Verstehen des "Sinns" des gegenwärtigen Verhaltens. Gleichzeitig zeigen die PädagogInnen, dass sie dissoziales Verhalten nicht akzeptieren.

Umgang mit Krisen

Die PädagogInnen verstehen Krisen, die im Veränderungsprozess immer wieder auftauchen werden, als Wendepunkte im Leben der jungen Menschen. Sie werden mit Verständnis, der nötigen Ruhe und Unterstützung durch die PädagogInnen begleitet. Die Krisen werden als Ausdruck eines besonderen Problems verstanden, das dadurch in den Fokus der Bearbeitung rücken kann.

Krisen sind im Sinne einer Aktivierungsenergie notwendig, um Veränderungsprozesse in Gang zu setzen. Das Durchstehen einer Krise zeigt den jungen Menschen, dass sie ihre Ressourcen positiv nutzen können. Sie können dabei eine Sichtweise auf Krisen als Chance und als Situation einer Weichenstellung im Leben entwickeln.

Nachbetreuung und Verselbstständigung

Für eine nachhaltige Veränderung des jungen Menschen ist es wichtig, dass der Kontakt zum/zur BezugsbetreuerIn auch nach einem Auszug bestehen bleiben kann in Form von Telefonkontakten und persönlichen Treffen. Die Frequenz der Kontakte wird im Lauf der Zeit sukzessive abnehmen und sich dann auf einem bestimmten Niveau einpendeln.
(Flyer des Verselbstständigungskonzepts des Verbundes)

Familienarbeit

Grundsätzlich werden die Eltern bzw. Sorgeberechtigten in den gesamten Prozess mit einbezogen.

Kooperationen

Eine wichtige Voraussetzung für einen gelingenden Hilfeverlauf ist die enge Kooperation mit den Familien, dem Jugendamt, dem Schulamt, der Polizei, der Justiz, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und anderen Fachstellen. Zudem besteht ein intensiver inhaltlicher Austausch und Kooperationen mit anderen Angeboten des Verbundes wie etwa delphi 3.

 

Wer wir sind

Der Verbund sozialpädagogischer Kleingruppen e.V. ist ein Zusammenschluss von 18 Einrichtungen mit Schwerpunkt im Bereich der stationären und ambulanten Jugendhilfe.

 

 

 

Kontakt

Verbund sozialpädagogischer
Kleingruppen e.V.
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34119 Kassel

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Fax 0561 - 978 97 310
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